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Das Therapiekonzept

Unser integratives und prozessorientiertes Therapiemodell geht davon aus, dass vielen Schwierigkeiten und Symptomen im psychosozialen Bereich (z.B. Abhängigkeit von Suchtmitteln, psychosomatische Beschwerden, Essstörungen usw.) Beziehungs- und Verhaltensmuster zugrunde liegen, die ein verantwortliches und erwachsenes Verhalten verhindern oder erschweren und eine aktive Lebensgestaltung einschränken oder gar verunmöglichen. Wir wollen unseren Klienten und Klientinnen helfen, untaugliche und destruktive Beziehungs- und Verhaltensmuster zu erkennen und so zu verändern, dass ein selbstbestimmtes, den sozialen und rechtlichen Gegebenheiten angepasstes und erfülltes Leben möglich wird.

Zielgruppen

Einzelne, Paare, Eltern:  Wir nehmen Klienten und Klientinnen ab 16 Jahren  mit einer Suchtmittelabhängigkeit auf. Auch Paare können bei uns eine Therapie machen. Zudem sind wir auch gut geeignet für Leute, die Kinder haben und diese während der Therapie regelmässig sehen möchten (die Kinder können z.B. übers Wochenende ins Haus kommen). 

Sucht und Trauma: In den letzten Jahren wurde uns immer klarer, dass Menschen, die eine starke Suchtmittelabhängigkeit aufweisen, oftmals stark traumatisierende Lebenserfahrungen erlitten und daraus folgend eine Traumafolgestörung entwickelt haben. In enger Zusammenarbeit mit Dr. med. E. Lichtenegger und Dr. med. H.-U. Karli (beides Spezialärzte für Psychiatrie und Psychotherapie) haben wir für diese Klienten und Klientinnen ein psychotherapeutisches Angebot entwickelt.   

Sucht und Migration: In Zusammenarbeit mit dem BAG haben wir ein spezielles Projekt für Suchtmittelabhängige mit komplexen Migrationserfahrungen realisiert. Das Projekt wird weiter entwickelt und soll helfen, Menschen mit einem Migrationshintergrund die Integration in unsere Gesellschaft besser zu ermöglichen. 

 

Entwickeln positiver Lebensziele

Durch das Zusammenwirken von verschiedenen Disziplinen wie Psychotherapie, Sozialpädagogik, Berufs- und Sozialberatung, Arbeitsagogik, Medizin soll den Hilfesuchenden ein möglichst ganzheitliches Angebot an professioneller Hilfe zur Verfügung stehen. Dabei wird das Ziel einer beruflichen und sozialen Rehabilitation im Rahmen eines individuellen Therapieplanes verfolgt. Dieser Therapieplan berücksichtigt die jeweiligen Probleme, Fähigkeiten und Möglichkeiten des Einzelnen und unterstützt den Aufbau einer befriedigenden und sinnvollen Lebensperspektive.

Regeln

Das Zusammenleben in unseren Häusern untersteht verbindlichen Regeln, der sogenannten Hausordnung. Ziel dieser Hausordnung ist es, das Zusammenleben so zu organisieren, dass für alle die Therapie möglichst zielgerichtet und erfolgreich gestaltet werden kann. Sie regelt die Rechte und Pflichten der Bewohner und Bewohnerinnen. Die zwei wesentlichen Punkte der Hausordnung sind:
Keine Drogen und kein Alkohol im Haus; keine physische und keine verbale Gewalt gegen Andere.